Urlaubsfahrt ins Havelland im Juni 2017

Kurzurlaub in einem Ferienhaus im Westhavelland in Milow

Anfang Juni verbrachten fünf Bewohner der Wohnstätte für taubblinde Menschen im Oberlinhaus gemeinsam mit drei Mitarbeitenden einen Kurzurlaub in einem Ferienhaus im Westhavelland in Milow. Die einstündige Anreise wurde mit einem Auto bewerkstelligt, da es doch einiges an Gepäck zu befördern gab. Ziel der Fahrt war es, eine räumliche Veränderung zum gewohnten Alltag zu schaffen und verschiedene inhaltsorientierte Angebote im Zusammenhang mit einem Naturerlebnis spürbar und erlebbar werden zu lassen sowie sich in einem familiären Miteinander selbst zu versorgen.

Das Ferienhaus bot uns dafür ideale Voraussetzungen. Natur pur und vor allem die Stremme. Die Stremme ist ein Seitenarm der Havel und fließt direkt am Haus vorbei. Nur wenige Schritte vor dem Haus konnten wir angeln, baden, Boot fahren, Tiere beobachten oder einfach nur auf der Liege in der Sonne liegen und uns ausruhen. An den Abenden nutzten wir die Lagerfeuerstelle und den Grill, um den Tag in einer ruhigen und idyllischen Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Am Anreisetag hat jeder der Taubblinden das Haus auf seine ganz eigene Weise erkundet, um sich zurecht zu finden. Das kann mitunter ganz schön lange dauern, denn in dem großen zweigeschossigen Fischerhaus gab es Einiges heraus zu finden, um sich mit den neuen Gegebenheiten vor Ort für die nächsten Tage vertraut zu machen.

Am Mittwoch besuchten wir den Optikpark in Rathenow. Der Optikpark liegt – von idyllischen Havelarmen umgeben – auf der Rathenower Schwedendamminsel und bietet eine Natur-Kultur-Entspannung mit einer idyllischen Floßfahrt, Seerosen, Rhododendren, optischen Phänomenen und vielem mehr. Es war ein intensives Erlebnis mit hinreichenden Erkundungsmöglichkeiten und Begegnungen.

Ein einmalig schöner alternativer Öko-Hof mitten im Naturschutzgebiet war unser Ausflugsziels am Donnerstag. Hier sind wir in Kontakt mit den unterschiedlichen Hoftieren gekommen und konnten z.B. Zebus kennen lernen. Zebus sind kleinwüchsige Rinder mit einem Buckel auf dem Rücken als besonderes Kennzeichen. Nach diesen tollen Erlebnissen ließen wir uns am Abend im Gutshaus Milow mit Speis und Trank bewirten und genossen die wundervolle Abendstimmung im Havelland.

Am Freitag hieß es dann schon wieder Sachen und Koffer packen und sich auf die Rückreise vorzubereiten. Gemeinsam wurde sich bei ausgiebigem Frühstück gestärkt und das Erlebte der vergangenen Tage nochmals in Erinnerung gerufen. Anschließend fuhren wir wieder mit dem Auto zurück nach Hause in die Wohnstätte Eckard-Beyer-Haus.

07.07.2017 Matthias Schewitza