Röntgen mit geringer Strahlung

Oberlinklinik startet innovatives 3D-Röntgensystem EOS 

Als erste Klinik in den neuen Bundesländern verfügt die Oberlinklinik jetzt über das neuartige Röntgensystem EOS. Es ermöglicht den Ärzten erstmals eine Ganzkörperaufnahme des Patienten im Stehen oder Sitzen in sehr kurzer Untersuchungszeit von nur wenigen Sekunden. Die Strahlungsbelastung ist dabei im Vergleich zu herkömmlichen Röntgensystemen um bis zu 90 Prozent reduziert. Das wirklichkeitsgetreue, dreidimensionale Abbildungsverfahren verbessert die Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle erheblich. Vor allem Kinder und Jugendliche sowie ältere Patienten, die sich oft einer Röntgenuntersuchung unterziehen müssen, profitieren davon.

Nobelpreis-gekrönte Technologie für unsere Patienten
Die Strahlenbelastung bei einer Aufnahme entspricht ungefähr der von zwei transatlantischen Flügen und liegt somit deutlich unterhalb der Strahlenbelastung bei gewöhnlichen Röntgen-Ganzkörperaufnahmen oder bei CT-Aufnahmen. „Besonders bei korpulenten Patienten waren bisher die Röntgenbilder der Wirbelsäule trotz bester Einstellungen von schlechter Qualität und mit nicht unerheblicher Strahlung verbunden.

Weil der EOS mit nur einer Aufnahme ein gestochen scharfes Rundum-Bild liefert, sind deutlich weniger Untersuchungen nötig

Weil der EOS mit nur einer Aufnahme ein gestochen scharfes Rundum-Bild liefert, sind deutlich weniger Untersuchungen nötig

Durch EOS können beide Probleme gleichzeitig gelöst werden – weniger Strahlung bei höherer Qualität“, freut sich Dr. med. Michael Hücker, Geschäftsführer der Oberlinklinik. Die Methode des EOS basiert auf einer Nobelpreis-gekrönten Idee: Zwei zueinander rechtwinklig ausgerichtete Röntgenstrahlen „scannen“ den gesamten Körper gleichzeitig von vorn und von der Seite, spezielle Detektoren zeichnen die empfangenen Daten auf. „Ein Ganzkörperscan dauert nur rund 20 Sekunden bei Erwachsenen und nur 10 Sekunden bei Kindern“, erklärt Hücker. Er geht davon aus, dass ab sofort etwa 30 Patienten pro Tag mit dem neuen Röntgengerät untersucht werden können. Da die Leistung noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird, muss der Patient die Kosten für die Untersuchung selbst aufbringen, wobei der Betrag je nach Größe der zu untersuchenden Körperregion variiert.

Investition in die Zukunft
Insgesamt eine Million Euro investierte die Oberlinklinik in die an eine moderne Lichtkabine erinnernde Diagnosestation und die erforderlichen Umbaumaßnahmen. „Mit der Anschaffung des EOS-Geräts unterstreicht die Oberlinklinik ihren Anspruch, dem Patienten eine bestmögliche medizinische Versorgung im Bereich der Orthopädie zu ermöglichen“, stellt Andreas Koch, Kaufmännischer Vorstand im Oberlinhaus, fest. Bereits jetzt ist die größte orthopädische Fachklinik Brandenburgs bei Befragungen zur Patientenzufriedenheit wiederholt Spitzenreiter.  „Wir wollen unsere Leistungen im medizinischen und therapeutischen Bereich sukzessive weiter ausbauen und unser Profil als spezialisierter Anbieter von Gesundheitsleistungen stärken“, so Koch weiter. In den nächsten Jahren wird es auf dem Campus in der Rudolf-Breitscheid-Straße dafür weitere Umbau- und Sanierungsarbeiten geben, denn ein Teil des Geländes wird zum „Gesundheitsquartier Babelsberg“: Ein Ort, an dem junge und alte Menschen mit den verschiedensten Bedürfnissen medizinische Leistungen in Anspruch nehmen können – von der Prävention und Diagnose über Behandlung und Therapie bis hin zur Rehabilitation.

In diesem Filmbeitrag erklären Dr. med. Axel Reinhardt, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Wirbelsäulen- und Beckenchirurgie in der Oberlinklinik, sowie Ina Richter-Lassig, Medizinisch-technische Radiologieassistentin, die Vorteile der neuen Röntgentechnik.