Momente des Glücks und des Lachens

Klinikclowns zu Besuch im Thusnelda von Saldern HausWas Frau Ellen (Name von Red. geändert) denkt, wenn sie umgeben von großen und kleinen bunt-glitzernden Seifenblasen versucht, sie einzufangen, mit ihnen zu spielen, das weiß niemand, denn Frau Ellen kann nicht sprechen. Aber was sie fühlt, das kann jeder sehen. Das kindliche Lachen überstrahlt ihr ganzes Gesicht.

Ein Tag wie dieser, an dem Hella Propella und Pippa die Einrichtung Thusnelda von Saldern Haus im Oberlinhaus besuchen, beschert ihr und den 65 Mitbewohnern und auch dem Personal eine Abwechslung. Hella Propella und Pippa sind von den Potsdamer Klinikclowns. Seit zehn Jahren besuchen sie kranke und pflegebedürftige Menschen in Krankenhäusern, Hospizen und Pflegeeinrichtungen.

Mit Geschichten, Liedern und Witz, bringen die Klinikclowns Farbe und Leichtigkeit in den meist schwierigen und herausfordernden Alltag der Bewohner und Bewohnerinnen.
Einfühlsam und behutsam gelingt es Pippa und Hella Propella mit schwebend fliegenden bunten Tüchern, dem hauchzarten Flattern von Papierschmetterlingen und leisem Spiel eines Daumenklaviers die Herzen auch derer zu öffnen, die mit schwerstmehrfach-Behinderung nach einem Schädel-Hirn-Trauma ans Bett gefesselt sind. Aufgrund fortschreitender Erkrankungen wie Muskelschwäche können sie nur teilweise mobil sein. Heute ist ein Tag, an dem Frau Hurda (Name von Red. geändert) noch nicht einmal für kurze Zeit im Rollstuhl sitzen könnte. Es wäre zu beschwerlich. Auf den Besuch der Klinikclowns hatte sie sich schon sehr gefreut, darauf verzichten muss sie nicht. Hella Propella und Pippa kommen sie am Bett besuchen und Frau Hurda ist für diesen Moment lang in der bunten und fantasievollen Welt der Clowns.
Der Besuch der Potsdamer Klinikclowns im Thusnelda von Saldern Haus wurde durch den gemeinnützigen Verein Rückenwind e.V. ermöglicht. Die Bewohner und Bewohnerinnen und das Personal sowie die Hausleitung danken dem Verein und den Clowns von Herzen. Dieses Erlebnis wird noch lange in Erinnerung bleiben.
„Die kleinen Dinge des Lebens beachten und zu freudigen Ereignissen machen, das ist die Kunst der Clowns“ beschreibt Heilerziehungspflegerin Barbara Päch den Besuch und strahlt ebenso über das ganze Gesicht.