Gesundes Hören

Wie kann ich meine Ohren pflegen und schützen? Uns umgibt viel Lärm, wir sind ständig Geräuschen ausgesetzt. Ob Kraftfahrzeuge, Baustellen, Menschen – unsere Ohren sind ständig unter Beschallung.

Vielleicht haben Sie es ja schon gehört: Die Welt wird immer lauter. Um diesem „Lärm“ zu entgehen oder „abzuschalten“, schalten wir erst mal an! MP3-Player, Autoradio oder wir gehen ins Konzert. Andere meditieren, wandern in der Natur und lauschen der Stille. Die Mischung zwischen laut und leise macht`s, um das Ohr zu schonen, aber auch zu trainieren.

Wie entstehen Hörschäden?

Unterschiedlichste Ursachen können dafür verantwortlich sein, dass nicht mehr alles gehört und verstanden wird. Die häufigsten Auslöser sind Lärm und Infektionskrankheiten. Dadurch kann es zur nicht wieder umkehrbaren Zerstörung der Hörsinneszellen im Innenohr kommen, ein meist schleichender Prozess. Die heutige Jugend ist nicht die erste Generation, die mit lauter Musik aufwächst, doch die erste, die vorwiegend Kopfhörer in den Ohren benutzt und damit den schon beachtlichen alltäglichen Grundlärmpegel zu übertönen versucht. Bei Hörschäden durch Lärm ist auch der Freizeitlärm beachtlich. Hörschäden durch laute Hobbys nehmen immer mehr zu. Dazu zählen häufige Disko- und Konzertbesuche, lange andauerndes Musikhören oder Heimwerken mit lauten Maschinen. Häufig unterschätzt werden auch laute Knalle in Ohrnähe, wie Schüsse oder Silvesterböller.

Pflege und Schutz

Wir sollten uns bewusst machen, wie sensibel und verletzlich das Gehör ist. Um lange gut hören zu können, bedarf es nicht nur Schutz, sondern auch richtiger Pflege. Achtung: die Gehörgänge reinigen sich selbst! Also Finger weg von Wattestäbchen, um Verletzungen und Entzündungen zu vermeiden. Winzige Härchen transportieren mit ständigen Flimmerbewegungen alles in Richtung Ohrmuscheln, was dann beispielsweise mit einem feuchtwarmen Tuch entfernt werden kann.

Ohrenschmalz ist keineswegs Schmutz. Dieses Sekret fettet die Haut des Gehörgangs und hält sie somit geschmeidig. Zudem wird der wichtige Säureschutzmantel aufrecht erhalten, der das Eindringen von Krankheitserregern verhindert. Sollte sich doch mal ein harter Pfropf durch zu viel Ohrenschmalz gebildet haben, sollte dieser professionell von einem Facharzt entfernen werden.