Ein Garten für alle Sinne

Wir wünschen uns einen Ort, an dem verschiedene Sinne angesprochen werden. Einen Hof, in dem sich jung und alt aufhalten, gemeinsam spielen und lernen, sich aber auch ruhig zurückziehen können. Daran arbeiten wir: an einem Sinnesgarten auf dem Oberlin-Gelände.

Was bisher geschah

Bereits 2007 gab es eine Gruppe von Mitarbeitenden aus dem Hertha-Schulz-Haus, dem Taubblindenschulteil, der Senioren-WG, dem Eckard-Beyer-Haus sowie der WVS, die sich mit ersten Ideen für eine Umgestaltung des Hofes in ein charmantes Außengelände, angepasst an die Bedürfnisse aller Anwohner/-innen, einsetzen wollten. In der Zwischenzeit wurde das Projekt mehrfach verschoben.

Die Herausforderungen sind hoch: Es geht um einen relativ kleinen Hof, der von Bewohnerinnen der Senioren-WG ebenso genutzt wird, wie von 40 taubblinden Menschen zwischen ein und 60 Jahren aus anliegenden Wohngruppen. Hinzu kommen mehr als 30 Schüler/-innen aus dem Taubblindenschulteil, die ihre Pausen hier verbringen. Und nicht zu vergessen: die mehr als 50 Mitarbeitenden, die hier wochentäglich arbeiten. Dann sind da noch Parkmöglichkeiten für Handwerker, Lieferanten u. a. All das mussten wir bedenken bei einem Neukonzept und man kann sich vorstellen, wie unterschiedlich die Wünsche da sind.

Das Gestaltungskonzept

2012 haben wir das 125-jährige Jubiläum der Taubblindenarbeit in Deutschland mit einem Festjahr gewürdigt. Das war für uns Anlass, ein professionelles Gestaltungskonzept zu erstellen, welches dann zum Jahresspendenprojekt des Oberlinhaus führte. Im Plan wurden sämtliche Ideen und Hinweise der Anreiner eingearbeitet. Hiermit haben wir die Landschaftsarchitektin Anja Möller aus Werder beauftragt. Entstanden ist ein freundlicher Entwurf mit Wasserspiel und Schaukel, mit Spielgeräten und Sitzmöglichkeiten, mit optischen und taktilen Orientierungsmerkmalen. Kurz und gut, ein Platz, auf dem sich Jung und Alt gern aufhält und Erholung und Anregung findet.

Die Mauersanierung

Noch im September 2012 gab es den symbolischen Spatenstich, 2013 sollten erste Baumaßnahmen erfolgen. Hier wurde deutlich, dass zunächst die baufällige Mauer denkmalgerecht saniert werden muss. Die Bauauflagen zu erfahren, die Gelder für die Sanierung aufzubringen und Firmen für die Umsetzung zu finden, hat ziemlich lange gedauert. Inzwischen ist die Mauer saniert, finanziert je zu einem Drittel durch Vorstand, Oberlinschule und LebensWelten.

Obstbäume, Nestschaukel und Wasserfall

In einem ersten Bauabschnitt sollen verschiedene Raumfelder direkt an der Mauer entstehen, die mit Spielgeräten und Sitzmöglichkeiten ausgestattet werden. Dort ist auch die Bepflanzung mit Obstbäumen geplant. Ein Wegesystem mit verschiedenen Untergründen soll Blinden die Orientierung ermöglichen und die bei den Kindern beliebte Nestschaukel darf auf keinen Fall fehlen. Zwischen Duft- und Tastpflanzen entspringt ein Wasserlauf, welcher in einen kleinen Wasserfall übergeht, der dann zwischen Sitzsteinen in einer Rinne aus farbiger Keramik verläuft. Hier kann man fließendes Wasser mit Händen und Füßen ertasten und die bepflanzten Hochbeete sind mit dem Rollstuhl unterfahrbar. Geplant ist ein Ort, an dem Fühlen mit Händen und Füßen noch einmal besonders  angesprochen werden.

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Stefanie Hahn, Oberlinstiftung
E-Mail: stefanie.hahn@oberlinhaus.de
Tel. 0331 763-5718

Fotos: Oberlinhaus