Der kulinarische Kalender im September – die Tomate

Als Liebesapfel oder Goldapfel wurde die Tomate lange Zeit bezeichnet, ehe sie ihren heutigen Namen im 19. Jahrhundert erhielt. Als Liebesapfel oder Goldapfel wurde die Tomate lange Zeit bezeichnet, ehe sie ihren heutigen Namen im 19. Jahrhundert erhielt. Nach ihrer Ankunft zur Mitte des 16. Jahrhunderts in Europa, sah man sie lange Zeit nur als Zierpflanze an, da man sie für giftig hielt. Heute weiß man jedoch ihre heilenden Kräfte zu schätzen.

13 Vitamine und viele Nährstoffe

Sie enthält dreizehn Vitamine, siebzehn Mineralstoffe und zahlreiche weitere Fruchtsäuren und Pflanzeninhaltstoffe. Hauptbestandteil der Tomate ist Wasser (zu etwa 94 %), was sie zu einem idealen Gemüse für gesunde und leichte Ernährung macht und zu einem ausgezeichneten Begleiter während einer Diät an, da sie nur 17 Kalorien enthält.

Der für die rote Farbe der Tomate verantwortliche Stoff Lycopin ist von besonderer Bedeutung für den Menschen. Seine antioxidativen Eigenschaften tragen zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs bei. Das Lycopin schützt vor allem die Zellmembran und verhindert die Veränderung schon vorgeschädigter Zellen.

Durch den hohen Gehalt von 20mg Vitamin C, deckt eine mittelgroße Tomate bereits 50% des Tagesbedarfs eines erwachsenen Menschen. Somit ist sie auch bestens geeignet, das Immunsystem zu schützen und Abwehrkräfte zu mobilisieren.

Missverständnisse bei der Lagerung

Fälschlicherweise werden Tomaten oftmals im Kühlschrank gelagert. Dort verlieren sie nicht nur ihren Geschmack und die Haltbarkeit, sondern tragen auch dazu bei, dass andere Früchte und Gemüsesorten schneller verderben. Sie sollten daher getrennt gelagert werden und können so bis zu 14 Tage lagern, ohne wichtige Inhaltsstoffe zu verlieren.

Neben den bereits genannten heilenden Wirkungen findet die Tomate auch Anwendung bei Durchblutungsstörungen, Arthritis, Rheuma und Verdauungsproblemen.

Tipps vom Küchenchef

Tomatenzwerge zwei Stunden in Olivenöl mit etwas Rosmarin und Knoblauch bei 50°C im Backofen schonend gegart, ergeben eine schmackhafte Ergänzung zu Fisch und Fleischgerichten.

Wer keine Tomaten zubereiten möchte, kann sie auch trinkfertig genießen: Ein Glas Tomatensaft entspricht etwa sieben frischen Tomaten.

Gemeinsam mit der Reha Klinik Hohenelse in Rheinsberg ist unser Reha Klinikum „Hoher Fläming“ im Oberlinhaus Pilotklinik des Projektes Kulinarischer Kalender Brandenburg. Die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg und die AOK Nordost unterstützen die Aktion, die sich das Ziel gesetzt hat, saisonal verfügbare regionale Produkte in den Großküchen der Reha Kliniken zu verarbeiten. Jeden Monat steht ein anderes Produkt im Mittelpunkt – auch hier, im Oberliner Online Magazin.