Der kulinarische Kalender im Oktober – der Kürbis

Der Kürbis dient nicht nur für stimmungsvolle Dekorationen, sondern ist auch in der deutschen Küche immer beliebter. Doch auch als anerkannte Heilpflanze gewinnt er immer mehr an Aufmerksamkeit.

Der Kürbis dient nicht nur für stimmungsvolle Dekorationen, sondern ist auch in der deutschen Küche immer beliebter. Doch auch als anerkannte Heilpflanze gewinnt er immer mehr an Aufmerksamkeit.

Kalorienarmer Schlankmacher

Kürbisse strotzen nur so vor vitalisierenden Stoffen und das auf ganz unterschiedliche Art: Ob es nun das Fruchtfleisch, die Kerne oder das daraus zu gewinnende Öl ist. Sie gelten insgesamt als kalorienarme Schlankmacher und enthalten neben Vitamin C, E und Folsäure hohe Mengen an Kalium und Magnesium. Vor allem bei Prostata- und Blasenbeschwerden können Kürbiskerne helfen. Die Inhaltsstoffe wirken krampflösend, harntreibend und sie stärken die Blasenmuskulatur. Da Kürbiskerne kalorienreicher als das Fruchtfleisch sind, sollte man sie eher sparsam, aber regelmäßig zu sich nehmen.

Das Vitalstoffwunder

Das Kürbisfleisch wirkt abwehrstärkend, aufbauend und hilft bei Magen- und Darmerkrankungen wie auch bei Herz- und Nierenleiden. Das im Hokkaidokürbis reichlich enthaltene Beta-Carotin wirkt durch seine antioxidativen Eigenschaften krebsvorbeugend, da es in der Lage ist, mögliche Krebszellen zu blockieren. Das aus den Kernen gewonnene dickflüssige Kürbiskernöl wirkt vor allem positiv auf den Cholesterinspiegel und das Nervensystem. In vielen Kulturen wird der Kürbis noch heute aufgrund der vielen Kerne als Symbol der Fruchtbarkeit angesehen. Da Zink signifikanten Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat, können Kürbiskerne einen Zinkmangel ausgleichen, da in ihnen auf 100 g etwas mehr als 6 g Zink enthalten sind. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei etwa 12-15 g täglich. Auch auf die Sehstärke wirkt sich Zink positiv aus, da die Netzhaut des Auges eine hohe Konzentration von Zink enthält. Der Kürbis enthält übrigens auch Kieselsäure, die stärkt Haare, Nägel und Bindegewebe.

Tipps vom Küchenchef

Hokkaidokürbis können Sie, in Blättchen geschnitten, wie Zwiebelbratkartoffeln zubereiten, ohne den Kürbis zu kochen.

Besonders empfehlenswert ist auch die Zubereitung zum Kürbis-Bauernfrühstück.

Das Reha Klinikum „Hoher Fläming“ im Oberlinhaus ist gemeinsam mit der Reha Klinik Hohenelse in Rheinsberg Pilotklinik des Projektes Kulinarischer Kalender Brandenburg. Die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg und die AOK Nordost unterstützen die Aktion, die sich das Ziel gesetzt hat, saisonal verfügbare regionale Produkte in den Großküchen der Reha Kliniken zu verarbeiten. Jeden Monat steht ein anderes Produkt im Mittelpunkt – auch hier, im Oberliner Online Magazin.