Der kulinarische Kalender im Dezember – der Kohl

Viele Legenden ranken um den Kohlkopf, entstanden sind sie aus dem schon über 3000 Jahre währenden Anbau. Dem Kohl wird eine sehr hohe Lebens- und Heilkraft zugesprochen, denn auf Grund seiner zahlreichen pflanzlichen Nährstoffe ist er eines der besten natürlichen medizinischen Mittel gegen Magen- und Darmgeschwüre und wirkt schmerzlindernd.

Egal ob Weiß-, Rot- oder Grünkohl, alle Kohlsorten haben ihre unterschiedlichen gesundheitlich wirkenden Stärken. So gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Kohlgemüse und der geringeren Häufigkeit von bestimmten Krebsarten. Grünkohl und Brokkoli enthalten insgesamt gesehen die meisten Nährstoffe. Rosenkohl enthält besonders viel Vitamin C und Rotkohl wirkt vor allem antioxidativ, dies unterstützt die Zellerneuerung und stärkt das Immunsystem. Eine Mischung verschiedenster Kohlsorten ist immer sehr zu empfehlen.

Als Hausmittel kann Kohl auch wunderbar bei schlecht heilenden Wunden, Infektionen oder Gelenkschmerzen als Auflage genutzt werden. Hierzu reichen schon zwei Kohlblätter, die zuerst gewaschen, getrocknet und von den „Rippen“ befreit werden. Mit einem Nudelholz werden die Blätter weich gewalzt und können dann mit einer Mullbinde auf der Wunde befestigt werden. Zwei Mal am Tag sollte der Umschlag gewechselt und die Wunde mit Kamillentee gereinigt werden.

Wer Kohl aufgrund der plagenden Blähungen meidet, kann Kümmel in gemahlener Form hinzufügen oder die Kohlblätter nach dem Waschen in ein Tiefkühlfach legen. Dort werden die Blätter durch die Kälte geknackt, was eine bessere Verdauung nach dem Kochen möglich macht.

Tipp vom Küchenchef

Weißkohl und Spitzkohl eignen sich auf Grund ihres Zuckergehalts wunderbar als Pfannengemüse. Der Zucker karamellisiert und gibt dem Gemüse eine leckere braune Kruste. Durch die Zugabe von einigen Pimentkörnern wird der Kohlgeschmack milder, etwas Kümmel verbessert die Verdaulichkeit. Wer Kümmel im Ganzen nicht mag, kann ihn auch gemahlen oder als Sud verwenden.

Das Reha Klinikum „Hoher Fläming“ im Oberlinhaus ist gemeinsam mit der Reha Klinik Hohenelse in Rheinsberg Pilotklinik des Projektes Kulinarischer Kalender Brandenburg. Die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg und die AOK Nordost unterstützen die Aktion, die sich das Ziel gesetzt hat, saisonal verfügbare regionale Produkte in den Großküchen der Reha Kliniken zu verarbeiten. Jeden Monat steht ein anderes Produkt im Mittelpunkt – auch hier, im Oberliner Online Magazin.