„Andere Einrichtungen sollten diesem Beispiel folgen“

Diana Golze, Sozialministerin in Brandenburg, über unseren Leitfaden „Damit Veränderung gedeihen kann“

Ein Leserbrief von Diana Golze, Sozialministerin in Brandenburg

Sehr geehrter Herr Pfarrer Fichtmüller,

für die Übersendung der Broschüre „Damit Veränderung gedeihen kann. Inklusion im Oberlinhaus“ danke ich Ihnen recht herzlich. Ich habe das Papier mit großem Interesse gelesen.

Sie setzen auch mit dieser Veröffentlichung die bestehende Tradition Ihres Hauses fort, für Kunden und Klienten die bestmöglichen Konzepte und Unterstützungsangebote bereitzuhalten. Inklusion ist spätestens seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 ein Thema geworden und nun – fünf Jahre später – sprichwörtlich „in aller Munde“. Dabei ist festzustellen, dass Inklusion zunächst erziehungs- und bildungspolitisch diskutiert wurde. Das Land Brandenburg hat mit der Verabschiedung des Behindertenpolitischen Maßnahmenpaketes klargemacht, dass diese Fokussierung zu kurz greift: Inklusion ist zweifellos mehr und betrifft alle Bereiche unseres Daseins.

Insofern freut es mich, dass das Oberlinhaus seinerseits einen sehr guten Beitrag für die Diskussion um die Gelingensbedingungen für Inklusion erbracht hat. Besonders  hervorzuheben ist Ihr an Partizipation ausgerichteter Ansatz, so wurden bei der Erarbeitung des Papiers Menschen mit Behinderungen beteiligt und so stellt Ihre Broschüre das Thema gerade aus deren Sicht dar. Dies ist wichtig, weil Menschen mit Behinderungen Experten in eigener Sache sind. Ich würde mir wünschen, dass auch andere  Einrichtungsträger Ihrem Beispiel folgen. Nur so kann Inklusion gelingen.

Abschließend möchte ich – gerade im Hinblick auf die Arbeitsfelder des Oberlinhaus im Bereich der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – betonen, dass eine ganz wesentliche Bedingung für gelingende lnklusion das Vorhandensein gut funktionierender, qualitativ hochwertiger Rehabilitationsangebote ist. Menschen mit Behinderungen werden auch weiterhin Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch nehmen müssen. Insofern gehören die Begriffe „Inklusion“ und „Rehabilitation“ zusammen gedacht.

Mit freundlichen Grüßen

Diana Golze

 

Broschüre "Damit Veränderung gedeihen kann"
Leitfaden „Damit Veränderung gedeihen kann. Inklusion im Oberlinhaus.“

 

Seit dem Jahr 2008 gibt es in Deutschland ein Wort, um dessen Deutung heftig gerungen wird: Inklusion. Doch was verbirgt sich dahinter? Und was bedeutet Inklusion im Oberlinhaus? 2013 hatte sich eine Arbeitsgruppe die Aufgabe gemacht, sich genau damit zu beschäftigen. Am Ende eines intensiven Diskussionsprozesses steht diese Broschüre mit vielen Gedanken, Beispielen und Anregungen für Inklusion im Oberlinhaus. Und was heißt Inklusion für Sie?

Die Broschüre und weitere Informationen finden Sie unter: www.inklusion-oberlinhaus.de